Shownotes Folge 37:

 

 

1. Mein Portfolio-LIVE-Webinar für Kreativschaffende,

https://elopage.com/s/robertabergmann/portfolio-webinar

 

2. Julia Klein, https://juliakleinillustration.jimdofree.com

 

3. Meike Teichmann, https://www.meike-teichmann.de

 

4. Facebookgruppe von Meike Teichmann & Sven Geske:

https://www.facebook.com/groups/illustratorencoaching/

 

5. Meike Teichmann & Sven Geske: https://www.illustratorencoaching.de

 

6. Billerbunt, https://www.instagram.com/billerbunt/

 

7. Facebookgruppe «Der kreative Flow»,
https://www.facebook.com/groups/kreativrezepte

 

8. Newsletter «Der kreative Flow», mit der Willkommensmail erhältst Du ein Geschenk (z.B. Freebie, Rabattcode, ...)!  https://subscribe.newsletter2go.com/?n2g=gsw3txpf-uxz76g6v-10c2

 

9. Audionachrichten für den Podcast an mich schicken mit Speakpipe:

https://www.speakpipe.com/derkreativeflow

 

10. Meine Paypal-Seite für finanzielle Unterstützung zum Podcast:

https://www.paypal.me/robertabergmann

 

11. «Der kreative Flow» auf Instagram:
https://www.instagram.com/derkreativeflow

 

12. Meine kreativen Online-Produkte für Dich unter: https://elopage.com/s/robertabergmann

 

13. Mein kreativer Output auf Instagram,
https://www.instagram.com/robertabergmann

 

14. NEU: Der Blog

https://www.derkreativeflowblog.de

 

 

 

 

Credits Podcast:

Der kreative Flow, 2020

Idee, Design & Host: Roberta Bergmann,
https://www.robertabergmann.de

Tonmischung & Sounds: Peter M. Glantz,
http://www.glantz.info

Alle Infos unter: https://www.derkreativeflow.de

 

 

Folge 37: Selbstgemachte Krisen, Innovationsmanagement und das Schwimmen – Interview mit Prof. Reinhard Strömer

Hallo Du! Schön, dass Du wieder dabei bist! Du hörst «Der kreative Flow», den Podcast rund um Dein kreatives Business. Mein Name ist Roberta Bergmann und ich bin Kreativschaffende & Dein Host und Programmmacher hier, hehe!

Heute möchte ich mal das Thema «Portfolio» genauer unter die Lupe nehmen. «Portfolio» ist neudeutsch für «Bewerbungsmappe». Und ich rede hier nicht über die klassischen Bewerbungsmappen in DIN A4 mit ganz viel Text und langweiligem tabellarischen Lebenslauf und Zeugnissen für ein Praktikum oder einen Bürojob. Mir geht es natürlich um die Kreativmappe, denn Du bist ja kreativ schaffend. ich rede heute also z.B. über eine Mappe, mit der Du Dich für eine Berufsausbildung im Bereich Gestaltung bewerben kannst oder für ein künstlerisches Studium (wie z.B. Freie Kunst oder Design) oder Du bist sogar schon fertig mit dem Studium und überlegst, Dich jetzt selbständig zu machen, z.B. als Illustrator oder Designer? Auch da brauchst Du ein ordentliches Portfolio. Und darüber sprechen wir heute, es geht los!

 

Portfolio – Egal ob als Mappe für ein künstlerisches Studium oder Deine Eintrittskarte in die Freiberuflichkeit als Illustrator

Ich werde immer wieder gefragt, ob man denn ein Portfolio braucht und wie man denn nun so ein Portfolio macht? Und ich werde gefragt: Wie ich an meine Kunden gekommen bin. Du musst wissen, ich arbeite seit mehr als 15 Jahren freiberuflich als Gestalterin und Illustratorin. In der Zeit haben sich einige Kunden angesammelt und sie sind auf den unterschiedlichsten Wegen zu mir gekommen, u.a. auch durch meine Portfolios.

Ich arbeite grafisch für kulturelle Einrichtungen in und um Braunschweig und für Verlage arbeite ich international als Buchgestalterin und Illustratorin. Wie hat das nun alles angefangen? Wie ich schon einmal im Podcast berichtet hatte, habe ich mich ja bereits 2005 mit meiner Firma und vier anderen Illustratorinnen als «Tatendrang-Design» selbständig gemacht. Und seit dieser Zeit sind wir auch auf Messen gefahren, vor allem Buchmessen hatten es uns angetan. Erst als Besucher, aber schon ziemlich bald auch mit eigenem Stand als Aussteller. Allein in Frankfurt waren wir, glaube ich 7x mit eigenem Stand dabei, ähnlich oft in Leipzig. Die Buchmessen besuche ich sowieso jedes Jahr seit 15 Jahren.

Kleiner Einschub: Dieses Jahr ist alles anders. Das erste Mal konnte ich nicht nach Leipzig fahren und auch für Frankfurt sehe ich ebenso schwarz, obwohl es ja bisher angekündigt wird, dass es stattfindet, so hat doch zum Beispiel mein Schweizer Verlag gesagt, er fährt dieses Jahr auf keinen Fall auf die Messe. Und so werde ich es auch halten, einfach, weil es nicht sicher ist. Und das ist ein Jammer, denn die Buchmessen sind jedes Jahr für mich der wichtigste Geschäftstermin. Hier treffe ich die Kollegen aus der Branche, kann mich vernetzen, treffe Kunden, scoute neue Verlage, um stelle mich dort mit meinem Portfolio als Autorin, Illustratorin oder Gestalterin vor. Dies muss nun alles online gehen – und ich denke, das ist auch möglich. Denn dank des Internets ist eh alles global vernetzt und Kontakte können so auch auf diesem Weg, wenn auch unpersönlicher, geknüpft werden.

Aber zurück zum Anfang. Wie habe ich die ersten Jobs bekommen? Sagen wir auf der Buchmesse. Da gab es zwei Wege: Zum einen hatte ich ein Portfolio dabei. Mein eigenes und das der Tatendrang-Gruppe. Wir haben immer so einen DIN-A3-Poster produziert, das man zu einem DIN A6-Heft herunterfalten konnte. Vorn und hinten bedruckt mit unseren besten Arbeitsbeispielen, eingeschlagen in zwei Buchpappen als Cover, natürlich auffällig gestaltet. Das war ungewöhnlich, denn die meisten schleppten auf der Messe ihre DIN A2-Mappen (oder noch größer) mit sich herum. Unsere Hosentaschenposter-Bücher konnten wir günstig produzieren und dann bei den entsprechenden Lektoren am Stand lassen. Eine große Visitenkarte sozusagen. Die zweite Möglichkeit war natürlich: wir hatten einen EIGENEN Stand. Mindestens 4 qm Platz, um zu zeigen, was wir drauf hatten. Ein begehbares Portfolio, wenn Du so willst. Illustrierte Hefte, Bücher, Postkarten, Magnete, Taschen – ach wir haben überall unsere Illustrationen draufgedruckt. Buchdummies und einzelne Illustrationen haben wir dort natürlich auch ausgestellt. Und das Praktische beim eigenen Stand war, die Sachen konnten wir vor Ort auch verkaufen, sodass wir die Standmiete schnell wieder drin hatten und sogar noch Plus gemacht haben. Und so wurden wir auch von den Lektorinnen und Lektoren wahrgenommen, denn die gehen ja auch über die Messe und scouten neue Sachen. Und sie suchen Mitbringsel – also perfekt! Wenn ich keinen Standdienst hatte, bin ich dann mit meinem handlichen Portfolio oder ein paar Buchdummies unter dem Arm selbst losgezogen und habe Verlage abgeklappert. Wie mein Portfolio aussah, was drin war und wie ich ins Gespräch mit Lektoren gekommen bin, dass erzähle ich Dir später genauer. Jedenfalls war das der Anfang meiner Freiberuflichkeit und Spoiler: Ja, so bin ich auch an Auftraggeber gekommen!

 

Der Hashtag #portfoliostattfbm2020

Dazu passend würde ich Dir jetzt gern die O-Töne von Julia Klein und Meike Teichmann vorspielen. Beides sind Illustratorinnen und Julia hatte da eine Idee, wie wir uns als Illustratoren dieses Jahr ohne Buchmessen dennoch mit unserem Portfolio für unsere potenziellen Kunden sichtbar machen können! Das wird sie Dir gleich erklären. Danach folgt der O-Ton von Meike, die Du vielleicht noch aus Folge 35 zum Thema «Preiskalkulation» im Ohr hast.

Hier kommt: Der O-Ton: Julia Klein (1:30 min) & Meike Teichmann (3 min)

 

Danke Euch beiden! Ich finde die Aktion mega gut und wollte das unbedingt unterstützen! Alle Infos dazu findest Du auch nochmal in den Shownotes!

 

 «Warum ein gutes Portfolio so wichtig ist».

Warum ist ein Portfolio für Deine Selbständigkeit so wichtig und warum sollte es «gut» sein, bevor Du es in die Welt schickst?

1. Dein Portfolio ist Deine Visitenkarte und Dein Schaufenster. Hier sehen potenzielle Kunden, was Du zu bieten hast. Und danach beurteilen sie auch, ob Du zu ihnen passt und ob ihr vielleicht ins Geschäft kommt.

2. Dein Portfolio ist Deine Eintrittskarte in die Geschäftswelt bzw. wenn Du schon erfolgreich selbständig bist, dann ist es Deine Eintrittskarte in neue Märkte, neue Zusammenarbeit, neue Kooperationen, neue Netzwerke und natürlich auch zu neuen Kunden.

3. Dein Portfolio kommuniziert und offeriert ein Angebot – es erklärt visuell für Dich, was Du willst, wie Du arbeitest und ein Stückweit auch, wer Du bist! Du brauchst nicht mehr lang mündlich erklären, wer Du bist und was Du machst. Mit Deinem Portfolio bekommt man sofort einen visuellen, nonverbalen Eindruck von Deiner Arbeit.

4. Dein Portfolio ist ein Communicationstarter, ein Grund eine Unterhaltung aufzunehmen: Manchmal weiß man nicht, warum und wie man neue potenzielle Kunden ansprechen soll. Hast Du ein Portfolio, hast Du auch einen Grund, um diesen ersten Schritt der Kontaktaufnahme zu gehen!

5. Dein Portfolio unterstreicht Dein Können und Deine Expertise! Die Qualität spricht für sich und für Dich! Mit einem sehr guten Portfolio wirst Du als professionell und vielleicht sogar als Experte auf Deinem Gebiet wahrgenommen.

 

Die künstlerische Mappe (für ein Studium oder eine Ausbildung)

Worüber ich noch in dieser Folge sprechen möchte, ist die Bewerbungsmappe für eine Ausbildung, egal jetzt ob berufsbildende Schule oder FH bzw. Kunsthochschule. Auch hier braucht es eine Art Portfolio, aber man nennt es künstlerische Mappe oder Mappe mit künstlerischen Arbeiten. Je nach Ausbildungsstätte etwas anders, wollen die meisten so um die 20 Einzelarbeiten in Deiner Mappe sehen. Je nach Art der Bewerbung, also für WAS Du Dich bewirbst, ist das z.B. von Fotografie, Malerei, Zeichnung, Animation, 3-Dimensionales. Im Grunde liegt es an den Bewerbungsmodalitäten und Dir selbst, was Du alles reinpacken kannst in diese Mappe. Letzte Woche bei meinem Braunschweiger-Sketchwalk, den ich organisiert habe, hat mich Lennart, ein Schüler und Abiturient gefragt, wie man denn so eine Mappe macht und ob es eine Themenmappe sein muss. Manchmal kann man das auch bei einer Mappenberatung der jeweiligen Ausbildungseinrichtung direkt und persönlich erfragen. Ich kann auch nur jedem raten, der sich mit einer künstlerischen Mappe bewerben will, dass er vorab an der jeweiligen Schule an der Mappenberatung teilnimmt. Das ist eine kostenlose Veranstaltung, wo man seine Mappe schonmal einem Lehrer oder Professor zeigen kann und der schätzt die Arbeiten dann für Dich ein, gibt konstruktive Kritik und Tipps, wie Du Dich noch bis Mappenabgabe verbessern kannst, also Deine Mappe verbessern kannst.

Zurück zu Lennarts Frage: Es kann eine Themenmappe sein oder eben eine freie Sammlung von Arbeiten, wenn nichts weiter von der Schule vorgegeben ist. Wichtig ist nur: Wenn die Mappe dem Empfänger gefällt, angelst Du Dir damit einen begehrten Ausbildungsplatz!

Das ist jetzt sehr verkürzt gesprochen, denn meistens kommt vorher noch eine Eignungsprüfung, wo Du live zeigen musst, was Du kannst und wo man Dich in einem persönlichen Gespräch kennenlernen möchte!

Vielleicht hier noch ein Tipp zu so einer künstlerischen Bewerbungsmappe, auch weil ich jahrelang in der Aufnahmekommission des Designstudiengangs an der HBK Braunschweig war und auch die Mappenberatungen durchgeführt habe: Es ist immer wichtig, dass Du in der Mappe zwei Dinge zeigst:

1) Wer bist Du und welche Themen interessieren Dich WIRKLICH?

2) Welche Techniken bevorzugst Du, bzw. was hast Du schon ausprobiert?

Dabei geht es nicht um Perfektion! Es geht eher um einen ersten Eindruck von Dir und dem, was Dich künstlerisch ausmacht.

Und ja, man sieht recht schnell, ob jemand Talent hat. Das ist für einen Profi, der sich schon jahrelang mit den künstlerischen Methoden, Fertigkeiten, Stilen etc. auseinandersetzt, eine Sache von Sekunden. Es ist die Art wie die Werke ausgeführt sind, wie sie visualisiert wurden und was visualisiert wurde.

 

Meine Expertise und Sichtweise zu Portfolios

Ich könnte noch viel mehr erzählen. Schließlich habe ich das ganze von allen Perspektiven durchlaufen. Vor meiner Ausbildung an einer berufsbildenden Schule musste ich eine Mappe abgeben, vor dem Studium musste ich eine Mappe abgeben (und ich habe mich an sechs verschiedenen Hochschulen beworben).

Nach dem Studium war ich als Lehrende und Professorin in der Mappenberatung und in der Aufnahmekommission tätig. Und selbst noch als Freiberuflerin habe ich mich mit künstlerischen Mappen und Portfolios selbst irgendwo beworben, z.B. beim BBK, dem Berufsverband Bildender Künstler, und eben bei Verlagen und bei Wettbewerben und auf Stipendien. Es hört einfach nicht auf (lach!).

 

Mein Portfolio-LIVE-Webinar

Auf was Du beim Erstellen einer künstlerischen Bewerbungsmappe und bei einem Portfolio für einen Kunden oder einer Bewerbung zu einem Stipendium etc. beachten solltest und wo auch die Unterschiede in diesen beiden Mappenarten, nenne ich es jetzt mal, liegen, das würde ich Dir gern in einem zweistündigen LIVE-Webinar verraten, dass ich für Dich geplant habe! Dieses LIVE-Webinar findet schon am Montag, den 3. August von 17-19 Uhr via Zoom-Videocall statt. In dem Webinar erzähle und zeige ich Dir einiges zum Thema Portfolio und Mappe anhand praktischer Beispiele und eigenen Erfahrungen! Außerdem gibt es ein Q&A, also eine Fragerunde, wo Du mir Deine Fragen rund ums Thema Mappe und Portfolio stellen kannst. Wenn Dich das als Einführung in das Thema interessiert, dann gehe auf meine Seite elopage.com/s/robertabergmann/portfolio-webinar und melde Dich verbindlich zum Webinar an! Die Plätze sind begrenzt. Es wird auch eine Aufzeichnung geben, falls Du nicht live dabei sein kannst, diese bekommst Du aber nur, wenn Du Dich verbindlich anmeldest. Den Link zur Anmeldung findest Du auch nochmal in den Shownotes und auf meinem Instagram-Kanal «Der kreative Flow».

 

Das Hörer-Feedback zu Folge 36

Zum Abschluss möchte ich Dir noch eine kurze Rezension von Bettina auf Apple Podcasts zu Folge 36 vorlesen, los gehts, sie schreibt: Danke Roberta, für dieses tolle Interview und Vorstellung von Herrn Strömer. Ich nehme ein paar für mich wertvolle Dinge mit, die mich bestätigen, Kinder mit ihrer Kunst lebenspraktisch wirksamer zu machen :-) Mit meinem Label "billerbunt" schaffe ich eine andere Ausdrucksform für die Fantasien der Kinder. Als Grafikerin & Mama verewige ich die Kinderkunst als einzigartige Designstücke und ich möchte Kindern zu mehr Sichtbarkeit verhelfen. So bewege ich mich zwischen Design und Kunst und folge Dir und deinem wertvollen Content sehr gerne, weil ich immer ein Stück für mich herausziehen kann. Du bist eine Persona mit sehr viel Mehrwert!

Frohes Schaffen und lieben Gruß von Deiner Kreativkollegin // Bettina

 

Liebe Bettina, 1000dank für Deine Bewertung auf Apple Podcasts und diese Nachricht, über die ich mich sehr gefreut habe! Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deinem Label, dem ich natürlich sofort auf Instagram gefolgt bin. Die Kinderkunst, die Du dort zeigst, ist ganz großartig! Mach weiter so.

 

Wenn auch Dir mein Podcast Mehrwert bietet und Du schlauer aus einer Folge rausgehst als Du reingekommen bist, dann bitte ich Dich, gib mir gern etwas zurück! Schreib mir z.B. wie Bettina eine Rezension bei Apple Podcasts. Oder abonniere den Podcast in einer Podcast-App. Oder aber: doniere meinen Einsatz mit einer kleinen finanziellen Unterstützung unter www.paypal.me/robertabergmann Da kannst Du mir mit einem Klick ganz schnell eine Summe Deiner Wahl spenden. Und bei Bedarf kann ich Dir auch gern eine Rechnung schreiben, die Du dann als Recherchekosten in Deiner Steuererklärung absetzen kannst.

 

Ich wünsche Dir jetzt eine kreative Woche und sage tschüss bis vorraussichtlich Anfang September, Deine Roberta! Und: «Ziele sind Träume mit einer Deadline.» Napoleon Hill